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Der Ruf von Eis als „ungesunder Dickmacher“ ist weitgehend unbegründet. Tatsächlich weist Speiseeis im Vergleich zu vielen anderen Süßigkeiten wie Gummibärchen, Schokolade oder Keksen einen überraschend moderaten glykämischen Index auf. Dies bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Eisgenuss weniger stark ansteigt und somit auch weniger Insulin ausgeschüttet wird. Der Grund dafür liegt in der ausgewogenen Zusammensetzung aus Milchproteinen, Fetten und Kohlenhydraten, die eine langsamere Verdauung und somit eine gleichmäßigere Energiefreisetzung ermöglichen. Die Kombination dieser Nährstoffe sorgt dafür, dass Eis deutlich sättigender ist als reine Zuckerbomben wie Weingummi oder Bonbons. 

Die ernährungsphysiologischen Besonderheiten von Eis

Bei der Betrachtung der gesundheitlichen Aspekte von Speiseeis spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Zunächst einmal enthält ein durchschnittliches Milcheis pro 100 Gramm etwa 200 Kilokalorien – das ist vergleichbar mit einem Stück Obstkuchen und deutlich weniger als die gleiche Menge Schokolade. Die enthaltenen Milchproteine sind biologisch hochwertig und enthalten alle essenziellen Aminosäuren, die unser Körper benötigt. Der Fettanteil, der je nach Sorte zwischen 4 und 12 Prozent liegt, trägt zur Sättigung bei und verlangsamt die Aufnahme der Kohlenhydrate. Dies ist einer der Hauptgründe für den moderaten glykämischen Index. Besonders interessant ist auch der relativ hohe Wasseranteil von 60 bis 70 Prozent, der die Kaloriendichte im Vergleich zu anderen Süßigkeiten deutlich reduziert. Selbst zubereitetes Fruchteis kann sogar noch weniger Kalorien enthalten und punktet zusätzlich mit wertvollen Antioxidantien aus den verwendeten Früchten.

Eis als clevere Energiequelle im Sport

Besonders interessant ist die Rolle von Eis im Kraftsport und der sportlichen Regeneration. Einige Bodybuilder und andere Kraftsportler nutzen schon länger während ihrer Aufbauphase gezielt die besonderen Eigenschaften von Eis nach dem Training. Die Erklärung dafür ist bemerkenswert: Durch intensives Krafttraining werden die Glykogenspeicher in den Muskeln weitgehend geleert. In dieser Phase sind die Muskelzellen besonders aufnahmefähig für Nährstoffe – ein Phänomen, das als „metabolisches Fenster“ oder „anaboles Fenster“ bezeichnet wird. Die im Eis enthaltene Kombination aus schnell verfügbaren Kohlenhydraten und hochwertigen Milchproteinen unterstützt die Regeneration der beanspruchten Muskulatur optimal. Die Glucose verbessert dabei die Proteinaufnahme in die Muskelzellen, was den Muskelaufbau positiv beeinflussen kann. Gleichzeitig sorgt der hohe Wasseranteil für eine schnelle Rehydrierung des Körpers. Der Calciumgehalt unterstützt zusätzlich die Muskelkontraktion und -regeneration. Ein weiterer, oft unterschätzter Vorteil ist die kühlende Wirkung des Eises, die nach dem Training sehr erfrischend wirken und die Regeneration unterstützen kann.

Option für die Post-Workout-Ernährung

Die enthaltenen Milchproteine, insbesondere das Molkenprotein, haben dabei eine besonders hohe biologische Wertigkeit und werden vom Körper schnell aufgenommen. Sie liefern wichtige Aminosäuren für die Proteinsynthese und damit den Muskelaufbau. Das im Eis enthaltene Casein wird dagegen langsamer verdaut und sorgt für eine längerfristige Aminosäurenversorgung der Muskulatur. Diese Kombination aus schnell und langsam verdaulichen Proteinen macht Eis zu einer interessanten Option für die Post-Workout-Ernährung.
Natürlich gilt auch beim Eiskonsum: Die Menge macht’s. Ein gelegentlicher Genuss von ein bis zwei Kugeln Eis ist als Teil einer ausgewogenen Ernährung durchaus vertretbar und kann sogar ernährungsphysiologische Vorteile bieten. Wer dabei auf hochwertige Zutaten und eine ausgewogene Zusammensetzung achtet, muss sich keine Sorgen machen, dass der Eisgenuss die Ernährungsziele gefährdet. Im Gegenteil, die positiven Eigenschaften von Speiseeis, wie der moderate glykämische Index, die hochwertigen Proteine und die gute Nährstoffdichte, machen es zu einer besseren Wahl als viele andere Süßigkeiten.